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Nutztier-Ratgeber

Burenziegen im Portrait - Haltung, Herkunft, Körperbau

Kurzinfo: 

Gewicht bis 140 Kg
Farbe Weiß
Kopfmusterung Hellbraun/braun
Größe 65 - 95 cm
Herkunft Südafrika
Burenziege Burenziegen haben ein ruhiges Wesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Körperbau und Aussehen

Der Körperbau der Burenziege ist mittelgroß bis groß. Typisch für eine Fleischziegenart besitzt sie eine breite Brust, eine gute Bemuskelung sowie eine ausgeprägte Rippenwölbung. Die Tiere haben lange, herabhängende Ohren. Die Burenziege hat kurzes, glattes Fell. Die Hörner liegen nicht zu dicht an, sondern stehen etwas ab. Sie sind sichelförmig nach hinten gebogen. Weibliche Tiere werden oft bereits früh enthornt, um die Verletzungsgefahr zu vermindern.

Die Grundfarbe des Fells ist weiß. Der Kopf jedoch zeigt die für die Burenziege typische braune Einfärbung. Diese Einfärbung kann bis auf den Hals hinunter reichen. Die Farbvariationen reichen hier von hellem braun über rostbraun bis hin zu einem dunklen schokoladenbraun. Bei vielen Burenziegen ist der komplette Kopf braun, es gibt jedoch auch weiß-braun gemusterte Varianten. In vereinzelten Fällen gibt es auch einfarbige Tiere mit einer braunen Grundfarbe. Pigmentflecken können vorkommen.

Haltung und Pflege

Burenziegen haben ein sehr ruhiges Wesen. Daher sind sie sehr gut geeignet um sie mit anderen Tieren, wie zum Beispiel Schafen oder Rindern, zusammen zu halten. Durch ihre Robustheit sind sie sehr pflegeleicht und es gibt weniges, das bei der Haltung von Burenziegen beachtet werden muss. Ihrem ruhigen Temperament wegen kann die Burenziege sowohl im Stall als auch in der Herde gehalten werden. Das Hüten der Burenziege ist durch ihren gleichmütigen Charakter oft leichter als bei Milchziegen oder Schafen. Das Brunstverhalten der Burenziegen ist asaisonal. Das bedeutet, dass die Ziegen innerhalb von 2 Jahren bis zu drei Lämmer bekommen können. Wenn die Tiere jedoch mit anderen Rassen oder anderen Tierarten zusammengehalten werden, so kann es vorkommen, dass sich der Brunstzyklus der Burenziege an den Zyklus der anderen Tiere anpasst. Daher kann es bei einer Gemeinschaftshaltung vorkommen, dass nur ein Lamm im Jahr geboren wird. Burenziegen sind langsam wachsende Ziegen. Es kann bis zu 3 Jahre dauern, bis die Burenziege ausgewachsen ist.

Burenziegen sind recht anspruchslos und haben eine sehr gute Futterverwertung. Obwohl es sich um eine Fleischrasse handelt, ist daher in vielen Fällen weniger Futter notwendig als bei anderen Ziegenarten. Burenziegen sind grundsätzlich nicht wählerisch in der Wahl ihres Futters und begnügen sich auch mit Heu. Auch dickere Äste sowie Buschwerk und Gestrüpp sind für die Burenziegen in Ordnung. Der Mineralbedarf ist recht niedrig. Teilweise reicht bereits ein Salzleckstein aus, um den Mineralbedarf der Tiere zu decken. Teilweise können Burenziegen dazu neigen weniger kupfertolerant zu sein als andere Ziegen. Hier sollten Sie also etwas vorsichtig sein. Da die Ziege sehr geländegängig und anspruchslos ist, eignet sie sich auch gut zur Landschaftspflege. Sie wird häufig eingesetzt, um eine starke Bebuschung oder das Nachwachsen einer gerodeten Fläche zu verhindern.

Herkunft

Der Name der Rasse bezieht sich auf die Buren, was die Bezeichnung für die europäischstämmigen Bewohner Südafrikas und Namibias ist. Die niederländischen Bauern in Südafrika haben die Züchtung der beliebten Fleischziegenrasse etwa in den frühen 40er Jahren begonnen. Der Ursprung der Burenziege ist die Hottentottenziege, die mit verschiedenen Ziegenarten aus Indien und Europa gekreuzt wurde. Mitte der 70er Jahre wurde die Burenziege dann auch in Deutschland eingeführt.

Zum Aufbau der Fleischziegenzucht wurde die Burenziege im Zuge der Verdrängungskreuzung nach Deutschland gebracht. Das angestrebte Zuchtziel ist eine gut bemuskelte Ziege mit langem Rücken und guter Bekeulung.

 

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Bildquellen:
Bild 1: © Schmutzler-Schaub / fotolia.com

 

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