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Nutztier-Ratgeber

Schwarzköpfiges Fleischschaf im Portrait - Haltung, Herkunft, Körperbau

Kurzinfo: 

Gewicht Schaf 80 - 90 Kg
Gewicht Bock 120 - 130 Kg
Farbe Weiß, Kopf und Beine: braun bis schwarz
Größe 70 - 90 cm
Herkunft England

Schwarzköpfiges Fleischschaf Das Schwarzköpfige Fleischschaf ist die zweitbeliebsteste Rasse in Deutschland.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Körperbau und Aussehen

Das schwarzköpfige Fleischschaf hat, wie bereits der Name verrät, einen schwarzen bis dunkelbraunen Kopf. Auch die Beine, welche weitgehend nicht bewollt sind, weisen ab dem Kniegelenk abwärts dieselbe Farbgebung auf. Im Kontrast ist die dichte Wolle des Rumpfs und Nackens weiß. Bei der Zucht vom schwarzköpfigen Fleischschaf wird eine Crossbredwolle mit einer Faserfeinheit von 33 bis 35 Mikrometer angestrebt. Diese Wolle ist weniger weich und nicht so stark gekräuselt wie Merinowolle und eignet sich daher optimal für den Heimtextilbereich.

Das Tier ist ein mittel- bis großrahmiges Fleischschaf mit mittelbreitem, hornlosem Kopf. Die Ohren sind kräftig und stehen seitwärts ab. Charakteristisch für die Rasse sind die ausgeprägten Fleischpartien und eine breite, vorgeschobene Brust. Der tiefe Rumpf mit langem Rücken ist gut bemuskelt. Die Beine sind knochenfest und wirken stämmig. Insgesamt ist der Körperbau des schwarzköpfigen Fleischschafes sehr kräftig und gediegen. Die Rasse überzeugt durch seine ausgezeichnete Fleischwüchsigkeit mit einer Schlachtausbeute von rund 50 Prozent. Die tägliche Zunahme des Schafes liegt bei etwa 400 g. Zuchtlämmer kommen daher bereits im Alter von sechs Monaten auf 50 bis 60 kg. Muttertiere erreichen ein Gesamtgewicht von rund 80 bis 90 kg bei einer Höhe von 70 bis 80 cm, während Böcke circa 130 kg schwer werden können und eine Höhe von bis zu 90 cm aufweisen. Größe und Gewicht des Tieres variieren somit abhängig von Geschlecht und Alter. Die weiblichen Tiere sind frühreif und sehr fruchtbar, weshalb eine Zulassung bereits im ersten Jahr möglich ist. Dieses Schaf ist aber auch ein guter Wolllieferant mit einem jährlichen Vliesgewicht von 4 bis 7 kg.

Haltung und Pflege

Das schwarzköpfige Fleischschaf ist widerstands- und anpassungsfähig, weshalb es sich für alle Haltungsformen eignet. Es überzeugt durch seine Weide-, Marsch- und Pferchfähigkeit. Das Tier ist zwar robust, es muss jedoch auf eine artgerechte Haltung geachtet werden. Schafe besitzen ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl, weshalb sie stets in Herden gehalten werden. Wird das Schwarzkopfschaf zur Zucht genutzt, erfolgt der Deckakt von einem Zuchtbock. Die Größe der Weidefläche ist abhängig von der Anzahl der Tiere. Es ist wichtig, dass das schwarzköpfige Fleischschaf genügend Auslauf bekommt, um dessen Paarhuferklauen abzureiben. Trotzdem sollten die Klauen regelmäßig gepflegt werden, um Krankheiten, wie der Moderhinke, vorzubeugen, da eine alleinige Abreibung nicht ausreicht. Außerdem braucht das Schaf immer Zugang zu frischem Wasser. Der Wasser- und Futterbehälter muss stets sauber gehalten werden, da die reinlichen Tiere nicht an verschmutzte Tröge gehen. Da das Schwarzkopfschaf aufgrund seiner Fleischwüchsigkeit einen regen Appetit besitzt, braucht es ausreichend Heu, um den Bedarf an Raufaserfutter zu decken und Verdauungsproblemen vorzubeugen. Die Ballaststoffe bieten einen sehr guten Ausgleich zum hochverdaulichen Gras.

Herkunft

Heute liegt der Rassenanteil des schwarzköpfigen Fleischschafes bei 17 Prozent und ist nach den Merinoschafen die zweitgrößte Rasse im Land. Das deutsche schwarzköpfige Fleischschaf geht aber im Wesentlichen auf die englischen Rassen Hampshire, Oxford und Suffolk zurück. Als Anfang des 19. Jahrhunderts die Nachfrage nach Wolle am Markt zurückging und der Bedarf an Fleisch stieg, wurde das schwarzköpfige Fleischschaf aus den eingeführten, englischen Rassen mit einer Kreuzung einheimischer Schafrassen in Westfalen gezüchtet. Mittlerweile wird das Schwarzkopfschaf aber in ganz Deutschland gehalten und ist hierzulande die zweitbeliebteste Schafrasse, auch wenn die Urheimat jenes Schafes England zugeschrieben wird.

 

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Bildquellen:
Bild 1: © markt.de

 

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