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Der große Osterratgeber

Das Osterfest ist jedes Jahr wieder ein schönes Ereignis. Für Kinder ist es ganz besonders aufregend, weil Ostereier ausgeblasen und bemalt werden, passende Dekoration gebastelt wird und am Ostersonntag die große Suche nach Ostereiern und Süßigkeiten ansteht. Doch auch Erwachsene haben genügend Gründe, sich auf die Osterfeiertage zu freuen. Das Haus kann in Frühlingsfarben und mit Osterschmuck passend geschmückt werden, oft kommt die Familie zu einem großen Osterfrühstück oder -brunch zusammen und am abendlichen Osterfeuer kann man Freunde und alte Bekannte zum gemütlichen Plaudern treffen. Leckere Rezepte für ein Ostermenü, eine Anleitung um Osterhasen aus Hefeteig zu backen, sowie Informationen und Hintergründe rund um das Osterfest findest Du hier in unseren Osterratgebern. Auch Ideen für Dekorationen, kleine Geschenke zu Ostern und Tipps zum Befüllen von Osterkorb und Osternest sind hier für Dich vermerkt, damit Du eine rundum schöne Osterzeit genießen kannst.

Verbindung von Osterfest und Judentum

An Ostern feiern die Christen jedes Jahr die Auferstehung von Jesus Christus. Das Datum des Osterfestes ist nicht festgelegt, sondern orientiert sich am jüdischen Hauptfest "Pessach". Laut dem neuen Testament fielen Tod und Auferstehung von Jesus Christus in die Pessach-Woche. Wann das jüdische Hauptfest stattfindet, wird anhand eines Lunisolarkalenders und des Frühlingsmondes ermittelt - entsprechend verschiebt sich auch das Datum für das Osterfest jedes Jahr. Ostern feiern wir deshalb zwischen dem 22. März und dem 25. April. Alle anderen beweglichen christlichen Feste (z.B. Pfingsten) werden übrigens vom Ostersonntag aus berechnet.

Der Begriff Ostern

Diese Verbindung zwischen jüdische und christlicher Tradition wird schon am lateinischen Wort für Ostern deutlich, das "pascha" heißt und sich aus dem Hebräischen ableitet. Noch heute ähnelt der Name für das Osterfest in vielen Sprachen dem des jüdischen Festes. In Frankreich feiert man "Pâques", in Spanien "Pascua" und im Dänemarkt heißt Ostern "påske". Auch unsere Ostertraditionen ähneln denen des jüdischen Festes, z.B. das Schlachten von Lämmern.

Internationale Bräuche

Viele Länder der Erde feiern Ostern, aber jedes Land hat seine eigenen Bräuche entwickelt. In Mexiko wird Ostern ca. zwei Wochen lang wie ein Volksfest gefeiert. Mit Ausnahme des Karfreitags wird dort getanzt und in geschmückten Städten gefeiert. In den USA findet das traditionelle Eierrollen am Weißen Haus statt, bei dem Kinder gekochte Eier mit einem Löffel über den Rasen rollen. In New York gibt es die große "Easter Parade". Auf den Philippinen versuchen Eltern ihre Kinder größer zu machen. Wenn an Ostern die Kirchenglocken läuten, greifen sie ihre Kinder am Kopf und heben sie hoch. In Australien schöpfen Paare an Ostern Wasser aus einem Bach um sich am Hochzeitstag damit zu besprengen. Das soll ihnen Glück in der Ehe bringen. Argentinische Kinder bitten ihre Paten am Ostermorgen um einen Segen und Süßigkeiten. In Israel muss die Wohnung für das Pessachfest blitzeblank geputzt sein und es wird Osterlamm gegessen.

Das Osterfest in Europäischen Ländern

In Italien wird ein salziger Kuchen mit Spinat und Eiern gegessen und die Auferstehung am zweiten Feiertag mit einem Picknick gefeiert. Finnen schlagen Freunde und Bekannte an Ostern leicht mit einer Birkenrute. So soll an die Palmwedel erinnert werden, mit denen Jesus in Jerusalem empfangen wurde. Außerdem ziehen Kinder am Ostersonntag laut mit Trommeln und Tröten durch die Straßen. Schweden begrüßen Ostern mit Feuerwerk und Lärm, um Osterhexen am Osterfeuer zu verjagen. Am Samstag verkleiden sich die Schweden als Osterweiber und laufen von Tür zu Tür um Süßigkeiten zu ergattern. In der Schweiz gibt es von Kanton zu Kanton unterschiedliche Bräuche. So ziehen z.B. im Westen am Karfreitag Klageweiber mit Gesängen und dem Marterwerkzeug Christi auf roten Kissen durch die Straßen. Im Wallis dagegen wird Brot, Käse und Wein verteilt. Mit bunt verzierten Schlehdornsträuchern ziehen Kinder in Luxemburg am Karfreitag singend und klappernd durch die Straßen. Am Abend werden die Sträucher dann verbrannt. In Frankreich läuten zwischen Karfreitag und Ostersonntag keine Kirchenglocken - erst am Ostermontag suchen die Kinder nach Eiern und Süßigkeiten. Engländer lassen gekochte Eier solange Hügel oder abschüssige Straßen hinunterrollen, bis sie kaputt sind. In Griechenland wird das Osterlamm am Spieß gegrillt und aus seinen Innereien eine Suppe gekocht. Außerdem gibt es in einigen Gemeinden ein Feuerwerk oder andere Knallkörper werden gezündet. Wie auch in Russland, Serbien, Schweden und Bulgarien besprengen Männer ihre Frauen mit Wasser und schlagen sie symbolisch mit einer bunt geschmückten Rute. So soll Schönheit und Gesundheit der Frauen erhalten bleiben. Die Frauen schenken ihren Männern dafür ein buntes Ei und übergießen sie in manchen Regionen noch mit kaltem Wasser. Die Speisen für das Osterfrühstück werden in Polen bereits am Samstag geweiht. Am Montag besprengen sich die Polen gegenseitig mit Wasser.

Gemeinsamkeit bei der Festlichkeit

Fast alle Länder haben jedoch eines gemeinsam: Eier haben einen festen Platz bei den Osterfeierlichkeiten. Egal ob als Teil einer Mahlzeit, als Geschenk, im Rahmen eines Spiels, als verstecktes Präsent für Kinder oder als Dekoration. Ostereier sind als Symbol der Auferstehung fest mit dem Osterfest verbunden.

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