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Stauden: Welche Pflanzen eignen sich für meinen Garten?

Grafik Stauden Pflegeleichte Staudenarten gibt es für die verschiedensten Standorte im Garten. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Staudenbeete sind ohne Zweifel die Zierde eines jeden Gartens. Sie faszinieren mit wunderschönen Blüten, mit auffälligem Blattwerk und süßem Duft. Die Vielfalt ist riesig, und mit Sicherheit findest auch Du in unserem Ratgeber die richtige Inspiration, um eine neue Staude in Deinen Garten zu pflanzen.

Welche Arten von Stauden gibt es?

Rund um den Globus gibt es mehr als 800 verschiedene Stauden unterschiedlicher Gattungen. Wir stellen Dir hier einige der schönsten Stauden vor, die sich für sonnige Standorte aber auch schattige Plätze eignen. Die Staude selbst kann nicht leicht abgegrenzt werden. Hier gibt es immer wieder Schnittstellen zu anderen Wuchsformen. Grundsätzlich werden als Begriff Staude all jene Pflanzen bezeichnet, die bei uns in Mitteleuropa winterfest und damit auch mehrjährig im Garten wachsen.

Ferner haben sie ein weiteres Merkmal: Im Gegensatz zum Strauch verholzt die Staude nicht, sondern erhält ihre krautige Form. Die oberirdischen Pflanzenteile sterben im Winter ab, die Wurzel verbleibt meist im Boden und bildet im nächsten Frühjahr neue Triebe. Eine Staude kann als Basis eine Wurzel, eine Knolle oder auch ein Rhizom haben.

Freiflächen- und Gehölzrandstauden

Einige Gartenstauden lassen sich in Gehölzrandstauden und Freiflächenstauden unterteilen. Freiflächenstauden sind die Klassiker, die sich als natürlichen Lebensraum große Flächen suchen und im offenen Gelände heranwachsen. Meist sind es wunderschöne, sonnige Plätze. So erklärt sich auch, weshalb einige Sorten längere Trockenphasen gut überstehen. Ganz typisch für solche Standorte sind Lavendel oder die erhabene Königskerze.

Andere Gartenstauden wiederum bevorzugen dunklere und feuchte Plätze. Ein gutes Beispiel sind die verschiedenen Sorten der Hosta Familie. Gehölzrandstauden siedeln sich gern an typischen wechselschattigen Plätzen an Sie blühen im Frühjahr als eine der ersten und fühlen sich zwischen alten Hölzern und Lichtungen sichtlich wohl. Bestimmt hast Du schon die Astilbe irgendwo gesehen, wenn sie ihre zarte Farbpracht entwickelt.

Wie muss man Stauden pflegen?

In erster Linie richtet sich die Pflege nach der Art der Staude. Eine Funkie an einen ganztägig sonnigen Platz zu stellen und hin und wieder dursten zu lassen, wäre auf Dauer gesehen nicht sehr ratsam. Deshalb musst Du schon beim Kauf wissen, welchen Platz die jeweilige Staude im Garten bekommt. Die meisten Sorten fühlen sich an einem halbschattigen Standort sehr wohl. Bei der Gartenerde gilt die gleiche Harmonie: Ein gut durchlässiger Boden, nicht zu lehmhaltig aber auch nicht zu sandig. Ist ein gewählter Platz sehr feucht, dann wähle dementsprechend auch eine Staude aus, die diese Nässe verträgt, zum Beispiel die Fetthenne. Alternativ kannst Du auch den Boden verbessern und mit Kompost oder etwas Sand anreichern.

Stauden je nach Art richtig pflegen

Bild Staude Fette Henne Zur Düngung der Pflanzen kann zum Beispiel frischer Grasschnitt verwendet werden.

Die Pflege richtet sich auch nach dem Wachstum selbst und dem Ausbreitungsdrang ab. Das Auflockern der Erde, Entfernen abgeblühter Pflanzenteile und der Rückschnitt gehören natürlich dazu. Dem lästigen Unkraut kannst Du vorbeugen, indem Du den Boden mulchst. Damit wird nicht nur das Wachstum der unerwünschten Unkräuter vorgebeugt, gleichzeitig schützt diese Schicht vor Flüssigkeitsverlust und gibt Nährstoffe an die Pflanzen ab. Verwenden kannst Du Grasschnitt oder zerkleinerte Zweige. Achte dabei immer auf die notwendige Durchlüftung und ersticke die Staude nicht mit einer zu dicken Schicht. Frischer Grasschnitt zum Beispiel kann nach und nach aufgelegt werden. Ansonsten sind Stauden relativ pflegeleichte Pflanzen für den Garten. Die Pflege gestaltet sich am Ende leichter als gedacht.

Der Herbst: Wichtige Pflegezeit für Deine Staude

Im Herbst solltest Du Dir Zeit für Dein Staudenbeet nehmen. Denn jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um die meisten Pflanzen abzuschneiden. Sie werden nach der letzten Blüte bis zum Boden gekürzt. Dies verhindert in der Regel schon einen Teil der selbstständigen Aussamung, sofern die Pflanzen sich nicht übermäßig verbreiten sollen. Dann wird das Unkraut entfernt, der Boden gejätet und aufgelockert. Mit einer Portion Kompost erhalten die Pflanze genau die richtige Menge an Nährstoffen, um in der nächsten Gartensaison wieder kräftig auszutreiben. Zum Schutz vor dem Winter bietet es sich an, eine Laubschicht auf die Pflanzen zu legen. In der Regel erfolgt jetzt eine letzte Bewässerung, sofern der Regen das nicht schon erledigt hat.

Achtung! Nicht winterfeste Pflanzen herausbuddeln

Achte bei Deinen Pflanzen auf jene, die nicht winterhart sind. Hier bietet es sich an, die Knollen oder Rhizome vorsichtig auszubuddeln. Anschließend werden sie in einer Lage von trockenem Sand im Winter gelagert. Eine schwarze Plastiktüte sorgt für die notwendige Dunkelheit während des Winters.

Weitere Pflegemaßnahmen: Das Verjüngen

Nach ca. fünf Jahren sollte eine Staude verjüngt werden. Dies geschieht durch die Teilung der Pflanzung. Solche Maßnahmen tragen zur Gesunderhaltung bei und sorgen gleichzeitig dafür, dass sich die Pflanze nicht allzu sehr ausbreitet. Spätestens dann, wenn die Blüten kleiner werden und die Blühfreude sinkt, ist der Zeitpunkt für die Verjüngungskur gekommen. Nimm Dir einen Spaten und grabe den gesamten Wurzelballen aus. Dann mit dem Spaten den Ballen teilen - in etwa faustgroße Teile. Bei großen Wurzelballen erst in der Mitte teilen und dann diese zwei Einzelstücke nochmals teilen. Alte, abgestorbene Pflanzenteile werden vor dem Eingraben entfernt. Auf diese Art hast Du weitere neue Pflanzen für Dein Blumenbeet. Gönne dem geteilten Wurzelballen eine gute Portion Kompost, dann wachsen die Pflanzen gut an.

Welche Standorte sind für Stauden am besten geeignet?

Bild Staude gelb Du solltest bereits vor dem Kauf der Staude wissen, an welchem Standort Du sie pflanzen möchtest.

Die Frage muss anders formuliert sein: Wie finde ich die richtige Staude für meinen sonnigen oder schattigen Platz? Gleichzeitig bedeutet dies, den idealen Standort gibt es nicht. Sobald Du ein neues Staudenbeet anlegen möchtest, gilt es die Sonnenstunden und den Boden zu kennen. Mit diesen Informationen wählst Du die passende Staude aus. Jeder Gärtner kennt eine andere Situation: An Ecken, die von großen Bäumen oder einer Mauer von viel Schatten umgeben sind, wachsen andere Pflanzen schlecht heran. Ihnen fehlt schlichtweg Sonne und Licht. Dann such Dir die geeignete Staude heraus! In der riesigen Vielfalt von Stauden liegt ihr Geheimnis für gutes Gedeihen.

Typisch untypisch: Das Leberblümchen, ideale Stauden für den Gehölzrand

In einem Garten mit altem Baumbestand und Schattenplätzen ist das Leberblümchen ein wahrer Schatz. Das hübsche Farbspiel dieser kleinen Blümchen ist hinreißend. Mit einer frühen Blüte beginnend im Februar entwickeln sie sich in Weiß oder auch zarten Rosatönen. Wichtig ist beim Leberblümchen ein ungestörter Lebensraum und eine ausnahmsweise fehlende Bodenbearbeitung. Sie möchten ungestört sein und nicht vom Blattlaub erstickt werden. Ebenfalls ungewöhnlich ist die Himmelsrichtung. Denn das kleine Leberblümchen fühlt sich an der Nordseite wohl und ist ein typischer Vertreter für Gehölzrandstauden. In Verbindung mit Farn wird ein solcher Standort auf wunderbar natürliche Weise in Szene gesetzt.

Beliebte blühende Stauden

Die blaue Lupine zaubert einen blauen Farbteppich in Deinen Garten. Diese wunderschöne Gartenblume mit langen Blütenkerzen verwöhnt Dich zwischen Mai bis Juni mit ihrer außergewöhnlich schönen Blüte - die nicht nur in Blau, sondern auch in Gelb und Rot erhältlich ist. Sie gehört zu einer der pflegeleichten Gewächse und passt wunderbar in den Bauerngarten. Vielmehr ergänzt die Blaue Lupine auch die Vase und lässt sich mit weißen, rosafarbenen oder roten Blumen sehr gut kombinieren. Sie bevorzugt einen durchlässigen, humosen Boden. Biologisch arbeitende Hobbygärtner nutzen die Blaue Lupine gern auch zur Gründüngung im Gemüsebeet. Ebenfalls interessant ist der gelbe Sonnenhut, die Stockmalve in zarten Pastelltönen oder der Frauenmantel. All diese Stauden blühen im Sommer.

Farbige Stauden im Herbst

Wenn andere Blumen längst verblüht sind, kommen die im Herbst blühenden Stauden zum Vorschein. Sie sorgen in den letzten Tagen der Gartensaison für ein buntes Blumenbeet. Schau Dir den hübschen Sibirischen Storchschnabel oder die Herbstzeitlose an. Insbesondere in der Kombination entsteht hier eine Verbindung von dunklem Rot und hellen Blau, das schöner nicht sein könnte.

Winterfest und mehrjährig

Bild Rittersporn Rittersporn beeindruckt durch seine wunderschöne Blütenpracht.

Sehr viele Staudenarten sind winterfest. Hier haben wir für Dich eine interessante Kollektion winterharter Exemplare zusammengestellt:

  • Rittersporn
  • Schleifenblume
  • Staudenwicke
  • Schmucklilien
  • Steinquendel
  • Taglilien
  • Wollziest
  • Ysander

Das Tränende Herz, der Scheinmohn, Herbst-Chrysanthemen, Funkien und auch Lavendel gehören mit Sicherheit zu den beliebtesten Sorten. Gerade bei dieser Auswahl zeigt sich ihr Facettenreichtum in Hinsicht auf Standort und Bodenansprüche.


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