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Welches Rennrad ist das richtige für mich?

Grafik Rennrad Das Rennrad (Zum Vergrößern auf das Bild klicken).

Rennräder erlauben sportliches Fahren. Sie besitzen speziell gebogene Lenker, schmale Reifen und leichte Rahmen, sodass Du windschnittig unterwegs sein kannst. Rennrad ist aber nicht gleich Rennrad und je nach Einsatzgebiet eignen sich unterschiedliche Modelle für das sportliche Fahren.

Was ein Rennrad ausmacht

Rennräder werden oft über die optischen Eigenschaften definiert, sodass Bikes mit nach vorn gebogenen Lenkern und dünnen Reifen als Rennrad wahrgenommen werden. Tatsächlich ist in der Straßenverkehrszulassungsordnung nicht genau definiert, was ein Rennrad ausmacht und was es von anderen Fahrrad-Typen unterscheidet.

Hilfreicher ist die Fahrradverordnung. Diese definiert folgende technische Merkmale für Rennräder: höchstens 12 kg Eigengewicht, Rennlenker, eine äußere Felgenbreite von maximal 23 mm und ein äußerer Felgendurchmesser von mindestens 630 mm. Die grundsätzlichen Funktionen werden also deutlich, denn ein Rennrad besitzt typischerweise gebogene Lenker, die für schnelles Fahren oder Radrennen charakteristisch sind. Das Gewicht der Bikes sollte so gering wie möglich sein, um keine unnötigen Trägheitsmomente zu schaffen. Dies gelingt dadurch, dass nur die zum Fahren unbedingt erforderlichen Teile verbaut sind. Schutzbleche, Gepäckträger, aber auch Beleuchtungen sucht man bei einem Rennrad vergeblich.

Aus diesen Merkmalen ergibt sich ein gewisses Dilemma - die fehlende Zulassung für den Straßenverkehr. Denn die Beleuchtung ist eine laut Straßenverkehrsordnung notwendige Ausstattung. Bei den Rennrädern steht stattdessen der sportliche Einsatz im Vordergrund. Werden die Bikes auch auf Straßen genutzt (und nicht nur auf der Rennbahn), sollten daher Teile wie Reflektoren, Klingen, Vorder- und Rücklichter nachgekauft sowie montiert werden.

Je nach Verwendungszweck eignen sich andere Rennrad-Typen

Bild Rennrad Seitenansicht Rennräder haben typischerweise einen nach unten geschwungenen Lenker.

Rennräder können sehr puristisch gehalten sein und das sind die Modelle, mit denen Trainingsrunden gekurbelt und Rennen gewonnen werden in der Regel auch. Diese besitzen sehr schmale Reifen und die typischen nach unten geschwungenen Lenker, sodass Du beim Fahren eine nach vorn gebeugte Haltung einnimmst. Bei hohen Geschwindigkeiten zählt die Windschnittigkeit, also die Aerodynamik, und je weniger Material am Fahrrad vorhanden ist, desto besser ist dies für den Fahrer. Flach und mit gestrecktem Rücken spulst Du Kilometer ab und flink geht es mit dem Rennrad die Berge hinauf.

Möglich macht dies die fein abgestimmte Kettenschaltung, die mit den Schalt-Bremshebeln am Lenker bedient wird. Die schmalen Reifen werden mit hohem Luftdruck gefahren und sorgen für einen reduzierten Rollwiderstand. Eine Alternative dazu ist das Triathlonrad, mit dem Du gegen den Wind und die Zeit ankämpfst. Beim Triathlon besteht Windschattenverbot, d.h. die Radler dürfen nicht hintereinander fahren und müssen einen Mindestabstand zueinander einhalten. Der Luftwiderstand der Bikes sollte daher besonders niedrig sein. Die Triathlonräder sind im Vergleich zu einem konventionellen Rennrad etwas schwerer, dafür jedoch noch aerodynamischer. Die Lenker besitzen einen nach vorn gerichteten Aufsatz, auf dem Du die Unterarme ausruhen kannst - ideal wenn Du nach dem Schwimmen im Triathlon erschöpft bist. Bei den sportlichen Bikes kommen Scheibenräder (Trispokes) zum Einsatz, die den Luftwiderstand reduzieren. Wer auf die gewohnte Sitzposition und Bedienung nicht verzichten möchte, dennoch aber sportlich unterwegs sein will, entscheidet sich für ein Fitnessbike. Dieses besitzt einen geraden Lenker und ist der ideale Cityflitzer. Das sportliche Rad kann aus praktischen Gründen Schutzbleche aufweisen, bleibt aber dennoch dynamisch.

Bei den Cyclocross-Modellen treffen Rennräder auf Mountainbikes. Die profilierten und etwas dickeren Reifen erweitern den Aktionsradius - Waldautobahn und Feldweg können befahren werden und bist Du auf der Straße unterwegs, ist ein hohes Tempo ebenso möglich. Diese Varianten haben ihren Ursprung im Geländerennsport, sie bieten geländegängige Bremsen und wirken etwas robuster. Bist Du gern auf Tour, reist aber nicht ganz ohne Gepäck, dann entscheide Dich für ein sogenanntes Randonneur-Rad. Dieses ist für Liebhaber sportlicher Touren ideal, besitzt eine gemäßigte Geometrie, einen Gepäckträger und Schutzbleche. Die vorhandene Beleuchtung macht das Rad kompatibel für Fahrten in der Nacht und erfüllt die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung. Auch der tägliche Weg zur Arbeit ist damit kein Problem.

Was Du beim Kauf beachten solltest

Bild Rennrad sportlich Wer auf Tempo und Sportlichkeit steht, trifft mit dem Rennrad eine gute Wahl.

Ein Rennrad verspricht mehr Tempo, Sportlichkeit und mehr Fitness als konventionelle Bikes. Um für Dich das passende Modell zu finden, sind Aspekte wie die Reifenbreite, die Rahmenmaterialien und die Sitzposition wichtig. Einsteiger brauchen zunächst keine teure Technik oder Luxusausstattungen. Diese treiben zwar den Preis in die Höhe, bringen aber faktisch kaum Vorteile außerhalb der Rennbahn.

Für Einsteiger sind Modelle aus Aluminium durchaus brauchbar. Auch Carbon ist weit verbreitet, weil es noch leichter ist. Wer eine gewisse Dämpfungsfunktion wünscht - denn beim Rennrad fehlt die komfortable Federung - der sollte auf Carbon-Gabeln achten, da diese durch ihre Faserstruktur Vibrationen schlucken. Zu beachten ist ebenso die Schaltung. Standardmäßig werden zwei Kettenblätter mit der Zähnezahl 53/39 kombiniert. Dies eignet sich aber nur für sehr fitte und sportliche Fahrer. Eine Alternative für Anfänger sind Dreifach-Tretlager mit den Zahnrad-Größen 50/39/30. Das kleine Kettenblatt erleichtert es Einsteigern, Steigungen ohne intensives Training flott zu bewältigen.

Die Rahmengeometrie entscheidet beim Fahren, wie Du sitzt. Die Auswahl reicht vom komfortablen Bike mit aufrechter Sitzposition bis hin zur gestreckten Position für bessere Aerodynamik. Die Komfortversion fühlt sich auf langen Touren, bei denen Du nicht als erstes am Ziel sein musst, am besten an. Die gestreckte Haltung, die Du mit nach unten oder vorn gebeugten Lenkern erreichst, bringt aber das höchste Tempo. Viele Hersteller setzen auf Reifen mit mindestens 23 Millimetern, da diese Vibrationen reduzieren. Ambitionierte Sportler nutzen schmalerer Reifen. Bei der ersten Fahrt solltest Du es gemütlich angehen lassen, denn die ungewöhnliche Sitzposition und die geringe Federung können durchaus zu Nackenverspannungen führen.


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